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For­schung

For­schungs­schwer­punkte

Das gemeinsame Forschungsthema der Fa­kul­tät und ihrer Partner ist die gesteuerte und ungesteuerte Trans­for­ma­tion von Städten und Regionen in ihren technisch-baulichen und sozioökonomischen Dimensionen sowie die damit verknüpfte Veränderung der Muster der Raum­nut­zung (etwa im Be­reich der Mo­bi­li­tät oder der Wirt­schaft). Das Wissenschaftsjahr 2015 „Zukunftsstadt“, die in­ter­na­ti­o­na­le Dis­kus­si­on zum „Planetary Urbanism“, der UN-Habitat III Prozess sowie die Urban Agenda der Euro­päi­schen Un­ion bestätigen diese raumwissenschaftliche Ausrichtung der Fa­kul­tät.

Die For­schung der Fa­kul­tät orientiert sich an zwei Themenclustern, die jeweils aus zwei sich ergänzenden Forschungsfeldern bestehen.

Gestaltung von Metropolräumen

Lübeck aus der Vogelperspektive auf der man Wasser, Haussiedlungen und Wälder sehen kann. © Achim Scholty
  • Trans­for­ma­tion und Gestaltung polyzentraler Stadtregionen                                             
  •  Bodennutzungsplanung und Stadt­entwicklung im globalen Süden                               

Cluster I hat die Gestaltung von Räumen (spaces / places) zum Gegenstand und arbeitet da­her fallbezogen an konkreten Interventionen in Städten und Regionen, überprüft be­ste­hen­de Ver­fah­ren im Hinblick auf ih­re Effektivität und erprobt neue Zugangsweisen etwa in der Stadterneuerung im Zeitalter der Energie­wende, im Denkmalschutz und in der Stadtgestaltung oder in der Regionalentwicklung unter den Be­din­gun­gen von Schrumpfung. Planerische Interventionen und Problemlösungen, In­stru­men­te und Ver­fah­ren sind Gegenstand dieses Clusters. Dies schließt die Reflexion über Planungsprozesse, Ver­fah­ren sowie institutionelle Vo­raus­set­zun­gen der Planung mit ein. Eine enge Ko­ope­ra­ti­on mit der Praxis ist grundlegend für diesen Be­reich.

Her­aus­for­de­rung an der Raumentwicklung

Im Hintergrund fährt eine Straßenbahn und im Vordergrund sind E-Scooter platziert. © Philipp Böhme
  • Kli­ma­wan­del, Energie­wende und Raum­pla­nung
  • Mo­bi­li­tät, Mi­gra­tion und sozialräumliche demografische Ent­wick­lung                      

Cluster II the­ma­ti­siert die grundlegenden Dynamiken der Raumentwicklung (Mi­gra­tion und groß- sowie kleinräumige Mo­bi­li­tät, Kli­ma­wan­del, demografischer Wandel, Suburbanisierung, Re-Urbanisierung, ökonomischer Wandel) und bezieht diese auf die Planung von Infrastrukturen vor dem Hintergrund der He­raus­for­de­run­gen und Optionen neuer Technologien. Eine zentrale Her­aus­for­de­rung im Cluster besteht in der Wei­ter­ent­wick­lung von räumlich orientierten Analyse-, Bewertungs- und Prognosemethoden zur Verringerung von Un­sicher­heit (evidenzbasierte Planung) sowie die darauf basierende Ent­wick­lung von tech­nisch­en Strategien.

Zwischen den Clustern besteht ins­be­son­de­re ein methodologischer Unterschied bzw. ein Unterschied der Epistemologien, wäh­rend es inhaltlich und personell durchaus zu Überschneidungen kom­men kann. Cluster II arbeitet methodisch mit Modellen, Szenarien und hohen Fallzahlen (Raumbeobachtung) wäh­rend in Cluster I eher Fallstudien, Reallabore, Prozesse und vergleichende qualitative Analysen im Vordergrund stehen.