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Bachelor Raum­pla­nung

Studien­struktur & Studieninhalte

Die zu absolvierenden Module im Bachelor of Science kön­nen in mehrere Modulgruppen aufgegliedert wer­den:

Über­sicht der Module

Projekte und Entwürfe (72-80 LP)
  • Modul 2: A-Projekt
  • Modul 2: F-Projekt
  • Modul 4: Entwurf 1/2
  • Modul 5: Entwurf 3 (Wahlpflicht)
Grund­la­gen der Raum­pla­nung (27 LP)
  • Modul 1: Einführung in die Raum­pla­nung
  • Modul 6: Gesellschaftliche Grund­la­gen
  • Modul 7: Ökonomische Grund­la­gen
  • Modul 8: Raum, Recht und Ver­wal­tung
Ar­beits- und Forschungsmethoden (22-30 LP)
  • Modul 9: Empirische Erhebungs- und Analysemethoden
  • Modul 10: Grafische Analyse- und Darstellungsmethoden
  • Modul 11: Übungsmodul (Wahlpflicht)
Integrierende Raum­pla­nung (21 LP)
  • Modul 12: Räumliche Gesamtplanung
  • Modul 13: Stadtgestaltung und Denkmalpflege
  • Modul 14: Bodenpolitik
Querschnittsmodule (28 LP)
  • Modul 15: Allgemeine Planungs­theorie
  • Modul 16: Me­tho­den, Ver­fah­ren und In­stru­men­te
  • Modul 17: Raum­pla­nung International
  • Modul 18: The­o­rie der Raumentwicklung
Sektoralplanungen (24 LP)
  • Modul 19: Landschaft und Umwelt
  • Modul 20: Umwelt und Energie
  • Modul 21: Verkehr und Mo­bi­li­tät
  • Modul 22: Wohn- und Gewerbeimmobilien
Individuelle Vertiefungen (38 LP)
  • Modul 23: Aktuelle Fragen der Raum­pla­nung
  • Modul 24: Stu­di­um Fundamentale
  • Modul 25: Praxis­phase
  • Modul 26: Bachelorarbeit

 

 

 

Die Infografik zeigt die Bereiche und dessen Module im Bachelor of Science. Es gibt einmal den Bereich: Projekte und Entwürfe. Hier gibt es Modul 2: A-Projekt Modul 2: F-Projekt Modul 4: Entwurf 1/2 Modul 5: Entwurf 3 (Wahlpflicht) diese ergeben 72–80 Leistungspunkte.  Bereich: Grundlagen der Raumplanung. Hier gibt es Modul 1: Einführung in die Raumplanung Modul 6: Gesellschaftliche Grundlagen Modul 7: Ökonomische Grundlagen Modul 8: Raum, Recht und Verwaltung diese ergeben 27 Leistungspunkte.    Bereich: Arbeits- und Forschungsmethoden. Hier gibt es Modul 9: Empirische Erhebungs- und Analysemethoden Modul 10: Grafische Analyse- und Darstellungsmethoden Modul 11: Übungsmodul (Wahlpflicht) diese ergeben 22–30 Leistungspunkte.  Dann gibt es den Bereich: Integrierte Raumplanung mit den Modulen: 12: Räumliche Gesamtplanung Modul 13: Stadtgestaltung und Denkmalpflege Modul 14: Bodenpolitik diese ergeben 21 Leistungspunkte.  Bereich: Querschnitts Module. Diese beinhalten Modul 15: Allgemeine Planungstheorie Modul 16: Methoden, Verfahren und Instrumente Modul 17: Raumplanung international Modul 18: Theorie der Raumentwicklung diese ergeben 28 Leistungspunkte.  Bereich: Sektoralplanungen. Die Module sind Modul 19: Landschaft und Umweltrecht Modul 20: Umwelt und Energie Modul 21: Verkehr und Mobilität Modul 22: Wohn- und Gewerbeimmobilien diese ergeben 24 Leistungspunkte.  Bereich: Individuelle Vertiefung. Dies beinhaltet Modul 23: Aktuelle Fragen der Raumplanung Modul 24: Studium fundamentale Modul 25: Praxisphase Modul 26: Bachelorarbeit diese ergeben 38 Leistungspunkte.

Stu­di­en­ver­lauf

In den ersten beiden Semestern wer­den Modul 1 (Einführung in die Raum­pla­nung), das Modul 2 (Anfänger*innen-Projekt), Modul 9 (Empirische Erhebungs- und Analysemethoden), Modul 12 (Räumliche Gesamtplanung) und das erste der drei Teilmodule von Modul 10 (Graphische Analyse- und Darstellungsmethoden) absolviert. Es wird au­ßer­dem empfohlen, zu Beginn des 2. Semesters das Modul 8 (Raum, Recht und Ver­wal­tung) zu belegen, das am Ende des 3. Semesters ab­ge­schlos­sen wer­den kann.

Der Abschluss der Module 1, 2, 8, 9 und 12 ist Voraussetzung für die Absolvierung der Module der integrierenden Raum­pla­nung (Module 14, 15, 16, 17, 18) sowie für das Modul 23 (Aktuelle Fragen der Raum­pla­nung). Mit Beginn des 3. Semesters wird das Modul 4 (Städtebaulicher Entwurf I und II) belegt, das sich über zwei Se­mes­ter erstreckt. Die Module 6 (Grund­la­gen der Raum­pla­nung: Gesell­schaft) und 7 (Grund­la­gen der Raum­pla­nung: Ökonomie) dauern jeweils ein Se­mes­ter.

Ab dem 4. Se­mes­ter kann der Stu­di­en­ver­lauf und die Absolvierung der Module 11 und 14 bis 25 flexibel gestaltet wer­den. Es wird jedoch empfohlen, die Module 3 (Fortgeschrittenen-Projekt) und gegebenenfalls 5 (Städtebaulicher Entwurf III) zu den in der Grafik vorgeschlagenen Zeitpunkten zu belegen.

Die Bachelorarbeit sollte im 7. oder 8. Se­mes­ter ge­schrie­ben wer­den. Es ist zu beachten, dass diese nicht die letzte Prüfungsleistung darstellen muss. Die Module 1, 2, 3, 4, 8, 9 und 12 müs­sen jedoch er­folg­reich absolviert sein.

De­tail­lier­te In­for­ma­ti­onen du den einzelnen Modulen, deren Elementen und den jeweiligen Prüfungsleistungen kön­nen dem Modulhandbuch und der Bachelor-Prüfungsordnung entnommen wer­den. Die aktuellen Veranstaltungs-, Projekt- und Seminarthemen und -inhalte kön­nen zudem im Hochschulportal LSF („lehre, studium, forschung“) eingesehen wer­den. Auch ohne Login sind diese unter Ver­anstalt­ungen > Vorlesungsverzeichnis > Raum­pla­nung einsehbar.

Infografik der Studienstruktur im Bachelor of Science

Projekte und Entwürfe sind das Markenzeichen des Dort­mun­der Raumplanungsstudiums. In den Studienprojekten ler­nen die Stu­die­ren­den raumplanungsbezogene Problemstellungen in Gruppen von ca. 13 Stu­die­ren­den auf kooperative Weise und mit wis­sen­schaft­lichen Me­tho­den unter Anleitung der Projektbetreuung zu bearbeiten und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die The­men der Projekte orien­tieren sich dabei an jeweils aktuellen Fragestellungen der Raum­pla­nung und eröffnen oftmals Kooperationsmöglichkeiten mit der Planungspraxis. Projekte aus den ver­gang­enen Jah­ren behandelten zum Bei­spiel The­men der Stadterneuerung, der sozialen In­te­gra­ti­on im Quartier, zukünftiger Verkehrskonzepte oder der Klimaanpassung.

Die Bearbeitung von problem- und praxisorientierten raumplanerischen Fragestellungen ist ins­be­son­de­re durch den Umfang der Studien­projekte mög­lich. Die Projektarbeit för­dert das eigenmotivierte und selbstständige Arbeiten der Stu­die­ren­den und bildet deren Handlungskompetenz aus. Dabei wer­den wis­sen­schaft­liche Me­tho­den und wissenschaftliches Arbeiten (z.B. Literaturrecherche, Erhebungen, wissenschaftliches Schreiben) anwendungsbezogen erlernt und erprobt. Außerdem erwerben die Stu­die­ren­den wei­tere Schlüsselkompetenzen, ins­be­son­de­re für die Gruppenarbeit (Koordination des Projektverlaufs, Präsentation, Moderation und Dis­kus­si­on, Konsensbildung und Konfliktregelung).

Im Anfänger*innen-Projekt (Modul 2) liegt der Schwer­punkt auf dem Erlernen der genannten Schlüsselkompetenzen, der Fähigkeiten zur Teamarbeit und des wis­sen­schaft­lichen Arbeitens. Die Fortgeschrittenen-Projekte (Modul 3) er­mög­li­chen die Bearbeitung von komplexeren und umfangreicheren raumplanerischen Fragestellungen, er­lau­ben fachliche Vertiefungen und setzen einen Schwer­punkt auf analysebasiertes und konzeptionelles Arbeiten.

Abstracts zu den The­men und Inhalten abgeschlossener Projektarbeiten an der Fa­kul­tät finden sich in den Ver­öf­fent­lichun­gen zu den Studienprojekten.

Bei den Städtebaulichen Entwürfen (Module 3 und 5) erwerben die Stu­die­ren­den durch die Ar­beit in Entwurfsgruppen von drei bis fünf Stu­die­ren­den die methodischen und gestalterischen Kom­pe­ten­zen im Umgang mit dem Raum in der zwei­ten und dritten Dimension. Sie erlangen Kennt­nisse über fachliche Nutzungsansprüche ver­schie­dener ge­sell­schaft­li­cher Nutzergruppen, Synergien und Konkurrenzen räumlicher Nutzungen sowie die analytische Bewertung eines vorhandenen Raumes und die Ableitung konzeptioneller Maß­nahmen. Mit dem Entwurf und der Aus­ar­bei­tung einer räumlichen Vorstellung für das Entwurfsgebiet erwerben die Stu­die­ren­den Kennt­nisse über Maßstabsebenen und Kom­pe­ten­zen in der Erstellung von Plänen und Darstellungen als Handwerk und Kommunikationselement.

Die Entwürfe er­mög­li­chen das Einüben von kon­zeptio­nellen, entwerferischen und darstellerischen Fähigkeiten auf ver­schie­de­nen Maßstabsebenen. Die theoretische Aus­ei­nan­der­set­zung mit aktuellen Fragestellungen im Städtebau findet im Städtebaulichen Entwurf III ih­re Um­set­zung in ein räumliches Leitbild, ein städtebauliches Kon­zept sowie in Vorschläge zu einer entsprechenden Umsetzungsstrategie. Die Stu­die­ren­den vertiefen ih­re Kom­pe­tenz, das gewonnene Wissen um Stadt­entwicklung in integrierter Form zusammenzuführen und in ein räumliches und gestalterisches Kon­zept umzusetzen.

Weitere In­for­ma­ti­onen zum Projekt­studium sind hier zu finden.

Bei den ge­sell­schaft­li­chen Grund­la­gen (Modul 6) erwerben die Stu­die­ren­den die Fachkompetenz, theoretische Ansätze und zentrale Fragen der Stadt- und Re­gio­nal­soziologie sowie der Geschlechterperspektive zu ver­ste­hen und diese Erkennt­nisse für Planungsprozesse fruchtbar zu ma­chen.

Über die ökonomischen Grund­la­gen (Modul 7) erwerben die Stu­die­ren­den die Fachkompetenz, volkswirtschaftliche Zu­sam­men­hän­ge räumlicher Ent­wick­lung zu ver­ste­hen und in ihnen denken zu ler­nen. Ziel ist es, dass sich die Stu­die­ren­den anhand zentraler Fragen, Me­tho­den und Erklärungsansätze der Wirtschafts­wissen­schaften eine systematische Grundlage für die räumliche Planung schaf­fen.

In den Grund­la­gen von Raum, Recht und Ver­wal­tung (Modul 8) erwerben die Stu­die­ren­den erste Eindrücke von den rechtlichen Bindungen und An­for­der­ungen staatlicher Planung. Sie sollen in den Stand ge­setzt wer­den, raumplanerische Fragestellungen aus rechtlicher Perspektive einzuordnen und einfache Rechtsfragen selbstständig be­ant­wor­ten zu kön­nen.

Im Be­reich der Ar­beits- und Forschungsmethoden erwerben die Stu­die­ren­den Methodenkompetenzen für die räumliche For­schung und Planung. Mittels empirischer Erhebungs- und Analysemethoden (Modul 9) ler­nen Stu­die­ren­de, re­le­van­te Daten zu erheben und mit geeigneten Me­tho­den zu analysieren. Die Stu­die­ren­den führen selbstständig Erhebungen und Analysen durch und ler­nen dadurch ins­be­son­de­re die für planungsbezogene Problemstellungen geeigneten qualitativen bzw. quantitativen Erhebungs- und Analysemethoden auszuwählen und anzuwenden. Mit Hilfe graphischer Analyse- und Darstellungsmethoden (Modul 10) ler­nen Stu­die­ren­de in der Planungskartographie, planerische Sachverhalte auf un­ter­schied­lichen räumlichen Ebenen analytisch zu ver­ar­bei­ten, zu interpretieren und visuell zu kommunizieren. Die graphischen Analyse- und Darstellungsfähigkeiten umfassen das Spektrum von der Datengewinnung, Daten­ana­lyse, der tech­nisch­en Bearbeitung, der Wahl ge­eig­ne­ter Me­tho­den und Darstellungsformen bis zur graphischen Kom­mu­ni­ka­ti­on und Präsentation. Die Stu­die­ren­den ler­nen ins­be­son­de­re Geoinformationssysteme (GIS) und Computer-aided Design (CAD) für die entsprechenden Kontexte anzuwenden.

Das als Wahlpflicht angebotene Übungsmodul (Modul 11) er­mög­licht den Stu­die­ren­den, das im Rah­men des Stu­di­ums vermittelte methodische Grundwissen an aktuellen For­schungs­fra­gen zu vertiefen. Hierzu zählt ins­be­son­de­re die Fähigkeit, raumplanungsrelevante In­for­ma­ti­onen und Daten zu ge­win­nen und zu Zwecken der Beschreibung, Erklärung und Pro­gno­se aufzuarbeiten.

Im Be­reich der integrierenden Raum­pla­nung wer­den zentrale Inhalte des Raumplanungsstudiums ins­be­son­de­re über die sog. Querschnittsmodule vermittelt. So erwerben die Stu­die­ren­den im Modul Räumliche Gesamtplanung (Modul 12) die Fähigkeit, Raumordnungspläne zu interpretieren und deren praktische An­wen­dung einzuschätzen. Sie sollen Planungsansätze und Vollzugsinstrumente auf ver­schie­de­nen räumlichen Ebenen (Kommune, Region, Land, Bund, Europa) überblicken und in der Lage sein, auf dieser Grundlage sowohl die Handlungs-, Gestaltungs- und Wirkungsmöglichkeiten als auch die Grenzen der Raum­pla­nung auf den einzelnen Planungsebenen einzuschätzen und zu be­wer­ten.

Die Elemente des Moduls Stadtgestaltung und Denkmalpflege (Modul 13) vermitteln Wissen über die Gestaltungsmöglichkeiten von Orts- und Landschaftsbildern sowie die Mög­lich­keiten, steuernd und regulierend in die Prozesse der Stadtgestaltung einzugreifen. Es wer­den Grund­la­gen der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes vermittelt.

In dem Modul Bodenpolitik (Modul 14) er­ar­bei­ten sich die Stu­die­ren­den das theoretische und handlungsorientierte Ver­ständ­nis für die planerische Steuerung der Bodennutzungen und der Bodenwerte. Des Weiteren erwerben die Stu­die­ren­den methodische Kom­pe­ten­zen zur selbstständigen Erarbeitung eines kommunalen Konzeptes für Bo­den­ma­nage­ment, zur selbstständigen Anfertigung eines (einfachen) Verkehrswertgutachtens sowie die Fachkompetenz zur kritischen Beurteilung ver­schie­dener bodenpolitischer Ansätze und Strategien.

Die Querschnittsmodule im Ba­che­lor­stu­di­um zeichnen sich durch ihren in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Charakter und ihr breites Wahlpflichtangebot innerhalb der einzelnen Module aus. Die Querschnittsmodule kön­nen zudem flexibel in den Stu­di­en­ver­lauf eingebaut wer­den. Jedes Modul deckt einen spezifischen Teil der in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Aus­bil­dung ab.

In der allgemeinen Planungs­theorie (Modul 15) erwerben die Stu­die­ren­den über eine intensive Aus­ei­nan­der­set­zung mit der Geschichte und den Theo­ri­en der Raum­pla­nung die Kom­pe­tenz, das Selbstverständnis der Disziplin Raum­pla­nung zu reflektieren und ent­wi­ckeln neben dem Ver­ständ­nis dafür, warum, wo, und wie geplant wird, auch ein Bewusstsein dafür, von wem, mit wem und für wen geplant wird. Die Stu­die­ren­den ver­ste­hen die historischen Zu­sam­men­hän­ge, die zur Institutionalisierung des heutigen Planungssystems in Deutsch­land geführt haben und kön­nen ih­re eigenen planerischen Tätigkeiten im disziplinären Kontext einordnen.

Im Modul Me­tho­den, Ver­fah­ren und In­stru­men­te (Modul 16) ler­nen die Stu­die­ren­den wis­sen­schaft­lich begründete Me­tho­den der planerischen und projektorientierten Entscheidungsvorbereitung sowie die zur Implementierung derartiger Pläne und Projekte nötigen Ver­fah­ren und In­stru­men­te zu beurteilen und in der Praxis anzuwenden. Das Modul umfasst dabei sowohl die juristischen und nicht-juristischen An­wen­dungs­be­rei­che sowie formelle und informelle Ver­fah­ren der Raum­pla­nung.

Im Modul 17 Raum­pla­nung International erwerben die Stu­die­ren­den die Fähigkeit, die spezifischen Aus­wir­kungen von Globalisierung, In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung und Mi­gra­tion auf räumliche Entwicklungsprozesse in anderen sozialen, kulturellen und ökologischen Kontexten zu ver­ste­hen. Darüber hinaus hilft die Aus­ei­nan­der­set­zung mit Planungsverfahren und Planungs­kulturen in internationaler Perspektive bei der Bestimmung der eigenen Rolle als Planer*in. Dazu wird das Modul den (stu­den­tischen) Erfah­rungs­aus­tausch zu inter­natio­nalen The­men der Stadt­entwicklung und Raum­pla­nung intensiv fördern. Denjenigen, die eine Berufstätigkeit im inter­natio­nalen Rah­men anstreben – z.B. mit Blick auf die Europäische Raumentwicklungspolitik oder in der Ent­wick­lungs­zu­sammen­ar­beit – gibt das Modul einen ersten Zugriff auf wich­ti­ge theoretische Konstrukte und Problemfelder in diesem Themenfeld.

Über das Modul The­o­rie der Raumentwicklung (Modul 18) erwerben die Stu­die­ren­den Fachkompetenzen über wich­ti­ge The­o­rie- und Modellansätze zur Beschreibung, Erklärung und Pro­gno­se räumlicher Entwicklungsprozesse als Grundlage des planerischen Handelns. Die Stu­die­ren­den wer­den befähigt, die Reichweite und Be­deu­tung dieser Ansätze zu beurteilen und sie in der Planung problemadäquat ein­zu­set­zen.

Parallel zu den integrierenden Querschnittsmodulen erlernen die Stu­die­ren­den in den Sektoralplanungsmodulen fachspezifische Inhalte. Im Be­reich Landschaft und Umwelt (Modul 19) wer­den wesentliche Kennt­nisse über die Struk­tur, Funktion, Leis­tungs­fähig­keit und Empfindlichkeit von Landschaftsökosystemen sowie über die Ziele, Aufgaben und Wirkungen landschafts- und umweltplanerischer In­stru­men­te, ins­be­son­de­re im Kontext der Gesamtplanung vermittelt.

Im Be­reich Umwelt und Energie (Modul 20) erwerben Stu­die­ren­de die Fähigkeit, Fachplanungen zur Ver- und Entsorgung aus technischer und (raum)planerischer Sicht einzuordnen. Zu­dem wird das Ver­ständ­nis für die grundlegenden Zu­sam­men­hän­ge von Umweltschutz- und Umweltplanung, technischer Fachplanung und nachhaltiger Raumentwicklung ein­schließ­lich deren An­for­der­ungen und tech­nisch­en sowie in­sti­tu­ti­o­nell­en Mög­lich­keiten geweckt. Die Stu­die­ren­den vertiefen die Fachkompetenz zur in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Zu­sam­men­arbeit in den Be­rei­chen Ingenieurwesen, Planung und Sozial­wissen­schaf­ten.

Im Modul Verkehr und Mo­bi­li­tät (Modul 21) ler­nen die Stu­die­ren­den verkehrsträgerübergreifende Konzepte sowie Konzepte für einzelne Verkehrsträger zu ent­wi­ckeln und zu be­wer­ten, die Verkehrsauswirkungen anderer raumplanerischer Ansätze zu beurteilen und umgekehrt Verkehrsbelange bei anderen raumplanerischen Ansätzen zu berücksichtigen.

Im Be­reich Wohn- und Gewerbeimmobilien (Modul 22) erlernen die Stu­die­ren­den die wesentlichen Grund­la­gen (Begriffe, Akteure, Präferenzen, Aufgaben und Me­tho­den), die zur Ent­wick­lung von Wohn- und Gewerbeimmobilien von der ersten Idee bis zum Ende der Nutzungsphase er­for­der­lich sind. Anhand von Übungsaufgaben und kleineren Fallstudien wird die Fach- und Handlungskompetenz der Stu­die­ren­den im Immobiliensektor aufgebaut und praktisch anhand integrierter Übungen erprobt.

Im Bachelor-Stu­di­en­gang Raum­pla­nung bestehen vielfältige Mög­lich­keiten zur in­di­vi­du­el­len Vertiefung und Profilbildung. In den ersten Semestern kann etwa die Wahl der Studien­projekte den in­di­vi­du­el­len fach­li­chen In­teres­sen folgen und im Be­reich der Querschnittsmodule ist eine in­di­vi­du­elle Vertiefung über die Wahl der Ver­an­stal­tun­gen und der Prüfungsschwerpunkte in den münd­lichen Prüfungen mög­lich. Darüber hinaus bieten die Module der Modulgruppe „Individuelle Vertiefung“ ins­be­son­de­re im fortgeschrittenen Stu­di­um Wahlmöglichkeiten.

So kön­nen sich Stu­die­ren­de im Be­reich Aktuelle Fragen der Raumplanung (Modul 23) über aktuelle Ent­wick­lungen in der Praxis und The­o­rie der Raum­pla­nung sowie über Themenfelder in­for­mie­ren, die in nationalen und inter­natio­nalen Zusammenhängen diskutiert wer­den. Sie er­mög­li­chen es den Stu­die­ren­den, das im Rah­men des Stu­di­ums vermittelte Grundwissen mit Diskussionsfeldern in Wis­sen­schaft und Politik zu verbinden und ih­re Fach- und Methodenkompetenzen aus­zu­bau­en. Dabei vertiefen sie ih­re Schlüsselkompetenzen, ins­be­son­de­re die diskursive Behandlung und Reflexion von Problemstellungen und das Verfassen wis­sen­schaft­licher Texte.

Das hochschulweite Stu­di­um fundamentale (Modul 24) er­mög­licht es den Stu­die­ren­den, andere Fachinhalte und Fachkulturen kennen zu ler­nen, indem geeignete Lehr­ver­an­stal­tun­gen anderer Stu­di­en­gän­ge der TU Dort­mund be­sucht wer­den. Darüber hinaus bietet die Fa­kul­tät regelmäßig fachspezifische Ver­an­stal­tun­gen an, die im Rah­men des Moduls studiert wer­den kön­nen.

Die inhaltlichen Fähigkeiten und Handlungskompetenzen wer­den von den Stu­die­ren­den im Rah­men einer Praxis­phase (Modul 25) vertieft und ausgebaut, indem sie erlernte Studieninhalte in der Praxis der Raum­pla­nung in verschiedenartigen räumlichen Strukturen und bei un­ter­schied­lichen Zuständigkeiten anwenden und kennen ler­nen. Des Weiteren erlangen sie einen Einblick in die be­ruf­li­che Praxis und kön­nen so eine eigene be­ruf­li­che Perspektive ent­wi­ckeln. Ein Praktikum im Berufsfeld der Raum­pla­nung vermittelt Einblicke in das Tätigkeitsfeld Raum­pla­nung und soll im öf­fent­lichen Dienst, einer zi­vil­ge­sell­schaft­li­chen Organisation, ei­nem Planungsbüro, ei­nem privatwirtschaftlichen Un­ter­neh­men oder einer wis­sen­schaft­lichen Ein­rich­tung außerhalb der Fa­kul­tät Raum­pla­nung absolviert wer­den.

Mit der Bachelorarbeit (Modul 26) weist der*die Kandidat*in die Fach- und Methodenkompetenz nach, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine raumplanerische Fra­ge­stel­lung selbstständig nach wis­sen­schaft­lichen und fach­li­chen Standards zu bearbeiten. Die Ar­beit kann einen the­o­re­tisch­en, empirischen oder konzeptionell-gestalterischen Schwer­punkt haben. Da die Stu­die­ren­den eigene Vorschläge für das The­ma der Ar­beit ma­chen kön­nen, ist die studentische Fähigkeit zur eigenen Schwerpunktsetzung stark gefordert.