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Bachelor Raumplanung

Übergangsregelungen zur Prüfungsordnung 2026

Reform des Bachelorstudiengangs Raumplanung

Das Wichtigste vorab

Wenn bereits vor dem Wintersemester 2026/27 in den Bachelor Raumplanung eingeschrieben warst und ohne Unterbrechung bzw. nennenswerte Verzögerungen weiterstudierst, gilt für dich weiterhin die Prüfungsordnung 2023. Das gilt auch, wenn du ein Auslandssemester absolvierst. Du kannst dein Studium also wie geplant abschließen. 

Für einige wenige Studierende kann ein Wechsel in die neue Prüfungsordnung sinnvoll sein – dazu findest du weiter unten mehr Informationen.

Wenn Du Dich zum Wintersemester 2026/27 erstmalig eingeschrieben hast, gilt für Dich die neue Prüfungsordnung 2026. Kommst du als Quereinsteiger:in oder Master-Student:in zu uns an die Fakultät, prüfen wir im Einzelfall, welche Prüfungsordnung für dich die sinnvollste ist, damit du dein Studium so schnell wie möglich abschließen kannst.

Warum wurde der Studiengang überarbeitet?

Seit 2023 hat sich eine Arbeitsgruppe mit Vertreter:innen aller Statusgruppen – von Studierenden bis hin zu Professor:innen – intensiv mit dem Studium der Raumplanung beschäftigt. In Workshops und Befragungen wurden Erfahrungen aus dem Studium und der Lehre gesammelt und Ideen für Verbesserungen entwickelt.

Ziel war keine komplette Neugestaltung, sondern eine punktuelle Modernisierung der Studien­struktur mit klareren Modulstrukturen und aktuellen Themen. 

Die Ergebnisse dieses Prozesses wurden im Rahmen des regulären Akkreditierungsverfahrens in eine neue Prüfungsordnung und ein neues Modulhandbuch überführt. 

Diese gelten für alle Studierenden, die sich ab dem Wintersemester 2026/27 in den Bachelor Raumplanung einschreiben.

Was bedeutet Akkreditierung?

Akkreditierung ist eine einheitlich geregelte Qualitätsprüfung für Studiengänge. Dabei wird überprüft, ob ein Studium sinnvoll aufgebaut ist, aktuelle Inhalte vermittelt und gute Studienbedingungen bietet. Diese Prüfung wird alle sieben Jahre wiederholt.

Unabhängige Expert:innen aus Wissenschaft, Berufspraxis und Studierendenschaft prüfen, ob ein Studiengang festgelegte Qualitätsstandards erfüllt. Auch die Gremien der Universität sind daran beteiligt.

Für dich bedeutet das:
Dein Studium entspricht anerkannten Qualitätsstandards und dein Abschluss ist bundesweit vergleichbar und anerkannt.

Was ändert sich im Bachelor Raumplanung?

Der Studiengang wird in einigen Punkten weiterentwickelt. Ziel ist eine klarere Struktur, und mehr aktuelle Inhalte.

Wissenschaftliches Arbeiten direkt anwenden – statt nur zu lernen

Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens werden künftig nicht mehr in einer separaten Veranstaltung gelehrt, sondern direkt im A‑Projekt vermittelt und eingeübt. So kannst du Methoden sofort praktisch anwenden, statt sie zunächst nur theoretisch kennenzulernen.

Neuer Schwerpunkt: Klimawandel

Mit dem neuen Modul „Klimawandelanpassung und Risikomanagement“ wird ein wichtiges Zukunftsthema fest im Studium verankert. Du lernst, wie Städte und Regionen mit Klimarisiken umgehen und passende Planungsstrategien entwickeln.

Stärkere digitale und visuelle Kompetenzen

Die bisherigen Lehrinhalte zu Analyse‑ und Darstellungstechniken werden neu organisiert. Zwei Module vermitteln künftig gezielt Kompetenzen in

  • Geoinformation und Planungskartographie (z. B. Arbeit mit Geodaten und Karten)
  • Digitalisierung und Visualisierung (z. B. CAD und digitale Planungstools)

Damit wird der wachsenden Bedeutung digitaler Werkzeuge in der Planungspraxis Rechnung getragen.

Eigenes Modul zur Bau­leit­planung

Die Bau­leit­planung – ein zentrales Instrument der Stadtplanung und bisher Teil des Entwurfs I/II – wird künftig als eigenes Modul angeboten. Dadurch wird dieser wichtige Bereich der Berufspraxis stärker vertieft.

Neues Modul: Stadterneuerung und Quartiersentwicklung

Ein neues Modul beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung bestehender Städte und Quartiere. Themen sind zum Beispiel Stadtumbau, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen sowie nachhaltige Stadt­entwicklung.
Inhalte des bisherigen Moduls „Stadtgestaltung und Denkmalpflege“ werden teilweise hier sowie in den begleitenden Vorlesungen zum Entwurf I/II integriert.

Bessere Struktur der Module

Viele Module werden künftig einen einheitlichen Umfang von 6 Leistungspunkten haben. Prüfungen werden dadurch kleiner und besser über das Studium verteilt. Das erleichtert auch flexiblere Studienverläufe, zum Beispiel bei einem Auslandssemester.

Aktualisierte Modulnamen

Einige Module wurden umbenannt, damit ihre Inhalte klarer beschrieben sind, zum Beispiel:

  • Raum und Wirtschaft (statt „Grundlagen der Raumplanung: Ökonomie“)
  • Raum und Gesellschaft (statt „Grundlagen der Raumplanung: Gesellschaft“)
  • Methoden der empirischen Sozialforschung (statt „Empirische Erhebungs‑ und Auswertungsmethoden“)

Die fachliche Ausrichtung des Studiengangs bleibt gleich – die Struktur wird jedoch übersichtlicher und stärker an aktuellen Herausforderungen des Planungsalltags ausgerichtet.

Zeitplan der Umstellung

Die Akkreditierung der neuen Studien­struktur wird bis Oktober 2026 abgeschlossen sein. Ab dem Wintersemester 2026/27 starten neue Erstsemester-Studierende im Bachelor automatisch in der neuen Struktur.

Die neuen Lehrveranstaltungen werden jeweils dann eingeführt, wenn sie laut Studienplan der 2026er Erstsemester vorgesehen sind. Für Studierende, die schon zuvor ins Studium eingestiegen sind, laufen die bisherigen Ver­an­stal­tun­gen weiter.

Beispiel:
Das neue Modul „Geoinformation und Planungskartographie“ liegt künftig im ersten Semester. Die bisherigen Ver­an­stal­tun­gen GIS und Planungskartographie, verortet im 2. Semester, entfallen deshalb in Zukunft. 

Das neue Modul Bau­leit­planung, das nach neuem Plan im 5. Semester studiert wird, wird dagegen erstmals im Wintersemester 2028/29 angeboten. Der Entwurf I/II, in den das Thema Bau­leit­planung bisher integriert war, findet im Studienjahr 2026/27 daher noch unverändert statt.

Betrifft dich die neue Studien­struktur?

Wenn bereits vor dem Wintersemester 2026/27 in den Bachelor Raumplanung eingeschrieben warst, studierst du deinen Bachelor weiterhin nach der Prüfungsordnung 2023.

Berührungspunkte mit der neuen Struktur kann es trotzdem geben, zum Beispiel wenn du

  • überlegst, in die neue Prüfungsordnung zu wechseln, oder
  • bei Verzögerungen im Studium (zum Beispiel durch Wiederholungsklausuren) Äquivalenzprüfungen nach der neuen Struktur ablegen musst, weil die Ver­an­stal­tun­gen und Prüfungen nach altem System inzwischen nicht mehr angeboten werden.

Wechsel in die Prüfungsordnung 2026

Ein Wechsel in die neue Prüfungsordnung kann vor allem für Studierende sinnvoll sein, die früh im Studium mit mehreren Prüfungen in Verzug geraten sind.

Wenn du dein Studium weitgehend in Regelstudienzeit absolvierst oder bereits fortgeschritten bist, ist es in der Regel sinnvoller, dein Studium in der Prüfungsordnung 2023 abzuschließen.

Ein Wechsel kann zum Beispiel interessant sein, wenn du

  • die Prüfungen in GIS und Planungskartographie noch nicht bestanden hast oder
  • den Entwurf I/II im Studienjahr 2026/27 voraussichtlich nicht belegen kannst.

Solltest du an einem Wechsel interessiert sein, gehe bitte während der Sprechzeiten zum Prüfungsausschuss – dort müsste der Wechsel auch beantragt werden.