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Dortmunder Konferenz

Call for Abstracts and Roundtables

Die Dortmunder Konferenz lädt zur Einreichung von Abstracts und Vorschlägen für Roundtables ein.

Einreichungsfrist: 15. September 2026

Die Beiträge sollten den folgenden Spezifikationen folgen

Abstracts

  • maximal 500 Wörter
  • Zuordnung zu einem der unten gelisteten Tracks
  • inhaltlich können die Abstracts sowohl über laufende wie auch abgeschlossene Forschung berichten
  • inhaltlich zum gewählten Track passende gut argumentierte, aber spekulative Diskussionsbeiträge sind ebenfalls erwünscht
  • Einreichung via Oxford Abstracts

Vorschläge für Roundtables

  • eine ein bis zweiseitige inhaltliche Darstellung der zu diskutierenden Themen, ggfs. inkl. Zielstellungen
  • falls bereits vorhanden: Liste der Teilnehmenden (inklusive institutioneller Anbindung)
  • Einreichung via: dortmunder-konferenz.rp@tu-dortmund.de

Tracks

Title: Masterplanning urban futures under radical uncertainty (EN)

Organisers:
Cozzolino, Stefano (ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung)
Bayro Kaiser, Fabio (RWTH Aachen)

Description:
Uncertainty is inherent in envisioning cities across decades or even centuries—especially as digitalisation, AI, and related technologies reshape urban knowledge, and as the rising complexity of interconnected urban systems radically affects the predictability of development trajectories. Under such conditions, masterplanning must generate sufficient stability to guide long-term urban change and future actions while remaining adaptable to evolving circumstances. At the same time, cities require rapid solutions to address pressing social, economic, and environmental needs. The challenge is immediate: masterplanning processes may unfold quickly, but their spatial consequences endure. This track invites both theoretical and practice-based contributions addressing how plan­ning can operate under conditions of uncertainty, particularly by reflecting on the challenges of integrating new technologies and methods while considering crucial ethical questions concerning justice, design quality, and workable legal frameworks.

Titel: Analoge, digitale und virtuelle Welten im Quartier: Überschneidungen, Vernetzungen und Abgrenzungen (DE)

Organisation:
Frank, Susanne (TU Dortmund)
Weck, Sabine (ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung)

Beschreibung:
Für diesen Track suchen wir theoretische und empirische Beiträge zu Überschneidungen, Vernetzungen und Abgrenzungen analoger, digitaler und virtueller Welten auf Quartiersebene. Wie verändern sich physische Räume und soziale Beziehungen durch digitale Praktiken? Wie werden Wohn- und Arbeitsorte neu verknüpft? Welche realen oder virtuellen Third Places entstehen? Wie verhalten sich Online-Communities und analoge Nachbarschaften zueinander? Welche Erfahrungen gibt es mit Smart City/Smart Neighborhood-Konzepten auf Quartiersebene? Wie verändert der Einsatz digitaler und virtueller Planungstools etablierte Planungsprozesse? Was bedeutet es, wenn Plattformen Quartiere zu algorithmisch strukturierten Markt- bzw. Datenräumen machen? Wie sind diese (und andere) Entwicklungen im Hinblick auf Fragen von Gov­er­nance, Teilhabe und Par­ti­zi­pa­ti­on, Ungleichheit und Gerechtigkeit zu bewerten? Besonders willkommen sind Beiträge, die theoretische Perspektiven und empirische Ergebnisse kritisch reflektieren und deren Implikationen für die zukünftige Quartiersentwicklung und -forschung herausarbeiten.

Titel: Digitale Werkzeuge in der Klimaanpassung (DE)

Organisation:
Greiving, Stefan (TU Dortmund)
Warner, Barbara (ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft)

Beschreibung:
Bei Strategien und Methoden der Klimaanpassung von Städten und Regionen spielen digitale Werkzeuge eine zunehmend wichtige Rolle. So ermöglichen bspw. sogenannte digital twins, urbane Räume virtuell abzubilden und Szenarien wie Starkregen, Hitzeinseln oder Hochwasser zu simulieren. Webbasierte Planungstools unterstützen Behörden und Büros dabei, Klimadaten oder Modelle gemeinsam auszuwerten und Entscheidungen transparent zu treffen – Risiken werden früher erkannt, Ressourcen können gezielter eingesetzt und Beteiligungsprozesse erleichtert werden. Digitale Werkzeuge erhöhen Effizienz und können Zusammenarbeit in der Klimaanpassung fördern, es entstehen jedoch durchaus Probleme. Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie in der digital unterstützten Klimaanpassung?

Title: Nature-based solutions to face the triple wave of crises: biodiversity loss, climate change, and pollution (EN)

Organisers:
Zingraff-Hamed, Aude (TU Dortmund)
Kaiser, Mathias (TU Dortmund)

Description:
Cities and regions are increasingly confronted with a “triple wave” of interconnected crises: accelerating biodiversity loss, intensifying climate change impacts, and escalating pollution pressures. In this context, blue-green infrastructure (BGI) and broader nature-based solutions (NbS) are gaining recognition as key strategies to enhance resilience, restore ecosystems, and improve human well-being. This conference track invites contributions that critically engage with the role of BGI and NbS in addressing these overlapping challenges. We welcome interdisciplinary perspectives that explore both the opportunities and limitations of implementing blue-green infrastructure across diverse urban and peri-urban contexts. We particularly encourage submissions that address (but are not limited to) the following themes: policy and governance frameworks supporting NbS implementation; stakeholder engagement and co-creation processes; plan­ning instruments and regulatory approaches; maladaptation risks and unintended consequences; assessment of performance and co-benefits; blue-green infrastructure integration into the urban fabric; GIS-based plan­ning for flood protection and stormwater management; integration of radar-based storage management for stormwater harvesting, stormwater management, and flood protection; stabilization of green infrastructure in cities; inclusion of non-human actors; environmental justice and equitable distribution of benefits and burdens.

Title: Grund zum Wohnen (DE/EN)

Organisation:
Hartmann, Thomas (TU Dortmund)
Kolocek, Michael (ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung)
Wenner, Fabian (Hochschule Rhein-Main)

Beschreibung:
Wohnen ist ein Menschenrecht. Raumplanung wirkt mit bei der Bereitstellung von ausreichendem und qualitätvollem Wohnraum – die Berücksichtigung der Wohnbedürfnisse der Bevölkerung sowie gesunder Wohnverhältnisse zählen zu ihren wichtigsten Aufgaben, ist jedoch häufig auch mit Herausforderungen verbunden. Aktuell ist in Deutschland eine räumlich konzentrierte Knappheit an Wohnraum festzustellen, die nicht nur den sozial geförderten, sondern auch den frei finanzierten Wohnraum betrifft. Gleichzeitig ist die Wohnungspolitik mit vielfältigen, sich teilweise überlagernden oder widersprechenden Zielsetzungen konfrontiert, die neben Effektivität auch Erschwinglichkeit, Inklusivität, Ressourceneffizienz und Gestaltung umfassen. Dabei kann Boden einerseits Teil des Problems, aber auch Teil der Lösung sein. Wohnungen benötigen Boden, auf dem sie stehen. Raumplanung und Bodenpolitik schaffen diesen „Grund zum Wohnen“, einerseits durch Flächenbereitstellung, andererseits durch Schaffung von Rahmenbedingungen und Anreizen für eine nachhaltige Stadt­entwicklung. Boden ist somit in den letzten Jahren immer mehr zur Stellschraube für eine soziale und gemeinwohlorientierte Stadt­entwicklung geworden. Dieser Track befasst sich mit den politischen und planerischen Handlungsfeldern „Boden“ und „Wohnen“ mit einem speziellen Fokus auf die komplexen und spannungsreichen Beziehungen. Dabei sind nicht nur institutionelle und instrumentelle Betrachtungen, sondern auch explizit soziologische, ökonomische, stadtgestalterische oder strategische Perspektiven willkommen. 

Titel: Mobilität und Verkehr (DE/EN)

Organisation:
von Behren, Sascha (TU Dortmund)
Klinger, Thomas (ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung)
Scheiner, Joachim (TU Dortmund)

Beschreibung:

Politische und technische Disruptionen erfassen derzeit nahezu alle Bereiche von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Insbesondere die rasante Entwicklung generativer künstlicher Intelligenzen sowie die zunehmende Virtualisierung wirtschaftlicher und sozialer Interaktionen führen zu potenziellen, teilweise bereits sichtbaren, tiefgreifenden Umwälzungen der Mobilität und des Verkehrssektors. Gleichzeitig bleiben sowohl herausfordernde Rahmenbedingungen wie marode Infrastrukturen oder begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten als auch die Bemühungen um eine nachhaltige Transformation und Dekarbonisierung des Verkehrsgeschehens als eine dringliche Herausforderung bestehen. In den vergangenen Jahrzehnten ist zunehmend deutlich geworden, dass die Umsetzung einer nachhaltigen Ver­kehrs­po­li­tik und -planung auch ein anderes Verständnis von Politik, Planung und Gov­er­nance erfordert. Neben Beiträgen zu allen Themen einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung suchen wir für unseren Track insbesondere: Beiträge zur Rolle künstlicher Intelligenzen in der Verkehrsforschung, der Verkehrs­planung und der Ver­kehrs­po­li­tik; Beiträge zur Virtualisierung wirtschaftlicher und sozialer Interaktionen, deren Interaktionen mit physischer Mobilität und ihrer Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt; transdisziplinäre Arbeiten, die sich der Erprobung innovativer Lösungsansätze und Gov­er­nance-Modelle zur nachhaltigen Gestaltung des Mobilitätsgeschehens widmen; längsschnittorientierte Ansätze sowie Szenarien-Analysen, die relevante Entwicklungen nachzeichnen und die jeweiligen raumzeitlichen Kontexte der Verkehrsentstehung beachten; Arbeiten aus Forschung und Praxis zur politisch-planerischen Steuerbarkeit sowohl der Ver­kehrs­po­li­tik als auch des Mobilitätsverhaltens.

Titel: Raumentwicklung und Raumbeobachtung (DE)

Organisation:
Danielzyk, Rainer (Leibniz Universität Hannover)
Hesse, Markus (Universität Luxemburg)

Beschreibung:
Klimakrise, Kriege, Migration, Energiewandel und KI verändern die Raumentwicklung grundlegend. Das führt zu einer Neubewertung der Faktoren der Standortwahl von Unternehmen und Haushalten: Während traditionelle Industrieregionen Strukturbrüche erleben, gewinnen andere durch erneuerbare Energien oder Rüstungswirtschaft an Bedeutung. Gleichzeitig verändern Homeoffice und neue Lebensformen die Wohnstandortwahl. Daraus entstehen schwer deutbare räumliche Dynamiken, etwa hinsichtlich regionaler Ungleichheiten, Wachstumsprozesse und der Bedeutung digitaler Infrastrukturen wie Rechenzentren oder Stromnetzen. Zur Interpretation der unübersichtlichen Dynamiken sind die raumbezogenen Wissenschaften neu herausgefordert. Inwiefern stellen digitale Netze, Knoten, Einrichtungen anders gelagerte Anforderungen an Raumplanung und räumliche Entwicklungspolitik, verglichen mit Verkehrsnetzen oder Anlagen der Wasserversorgung zuvor? Inwieweit ist der Einsatz von KI bei der Deutung dieser Entwicklungen schon hilfreich? In diesem Track sind umfangreiche vergleichende Regionalanalysen mit globaler/europäischer Perspektive ebenso gefragt wie etwa (qualitative) Regionalstudien zum Verständnis spezifischer regionaler Dynamiken und Konflikte in unterschiedlichen Raumtypen. Innovative methodische Ansätze (auch der Einsatz von KI zur Regionalanalyse) werden besonders begrüßt.

Ordinary infrastructures: global articulations of urban infrastructures beyond the ‘other’

Organisers:
Schramm, Sophie (TU Dortmund)
Beier, Raffael (TU Dortmund)
Kasper, Moritz (Umweltbundesamt)

Description:
Since the ‘infrastructure turn’ (Addie 2020) in social and spatial sciences, infrastructures have been recognized as central to urban functioning and global integration. Although research on cities in Africa and Asia has helped decentre Eurocentric perspectives, it often still frames Southern contexts as fundamentally different, using labels such as the ‘Infrastructural South’ (Silver 2023). This risks portraying these cities as exceptional rather than ordinary. Building on Jennifer Robinson’s concept of ‘ordinary cities’ (2006) and recent debates on ordinariness (Beier 2023; Kasper 2023), we argue for de-exoticizing and de-stigmatizing urban infrastructures beyond the West. Instead, infrastructures in Asian, African, and Latin American cities should be understood as part of a shared global urban condition. We invite contributions that use this lens to analyse diverse infrastructures, from everyday water access and transport systems to digital infrastructures like data centres and logistics hubs, emphasizing grounded, comparative perspectives that rethink inequality and infrastructural lifeworlds globally framed.

Titel: Stadt­entwicklung/Urban development (DE/EN)

Organisation:
Klemme, Marion (BBSR – Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung)
Siedentop, Stefan (TU Dortmund)

Beschreibung:
Städtische Räume und Stadtgesellschaften unterliegen einem permanenten Wandel, ihre wirtschaftliche Basis, ihre funktionalen, sozialen und baulich-räumlichen Strukturen ändern sich laufend und mit ihnen auch die institutionellen Rahmenbedingungen und die Akteure planerischen Handelns. In diesem Track wird den Ursachen, Erscheinungsformen und Wirkungen der Stadt­entwicklung sowie den sich dynamisch ändernden Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für nachhaltigkeitsorientiertes raumplanerisches Handeln nachgegangen. Es sollen Beiträge diskutiert werden, die sich zum einen mit den grundlegenden Tendenzen aktuellen urbanen Wandels auseinandersetzen, zum anderen mit derzeitigen Möglichkeiten und Grenzen raumplanerischer Interventionen auf Stadt- und Quartiersebene. Ein besonderer Blick gilt den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz und der Virtualisierung sozialer Prozesse für die Stadt­entwicklung und die Stadtentwicklungsplanung. Neben weiteren Themen suchen wir insbesondere Einreichungen zu: Transformation von Innenstädten und Zentren; Strategien und In­stru­men­te einer nachhaltigen Stadt­entwicklung (wie Innenentwicklung, Resilienz und Klimafolgenanpassung); Er­kennt­nis­se zur städtischen Gov­er­nance im Kontext der Stadt­entwicklung (insbesondere auch mit Blick auf Prozesse der Par­ti­zi­pa­ti­on und Teilhabe); Prozesse des sozialen und räumlichen Wandels in Städten und Möglichkeiten zur Förderung des sozialen Zusammenhaltes; Einsatz künstlicher Intelligenz in den verschiedenen Aufgabenbereichen der Stadtentwicklungsplanung.

Titel: Planungskonflikte: Über Zielkonflikte, Positionierung und Partei-Ergreifung in Planungsprozessen (DE/EN)

Organisation:
Heindl, Gabu (Universität Kassel)
Tribble, Renée (TU Dortmund)

Beschreibung:
Planung ist nicht neutral. Sie ist durchzogen von Interessen, von Ausschlüssen, von impliziten und expliziten Machtverhältnissen. Das Panel nimmt Planungskonflikte nicht als Störfälle, sondern als konstitutiven Bestandteil von Stadtproduktion in den Blick. Entlang von demokratiepolitischen Fragestellungen werden Beiträge zu Planungsprozessen gesucht, in denen Zielkonflikte gesellschaftliche Aushandlungsprozesse darstellen: zwischen Verwertung und Gebrauch, zwischen öffentlichem Anspruch und privater Aneignung, zwischen technokratischer Rationalität und gelebter Alltagspraxis. Im Zentrum dieses Tracks steht eine Frage, die KI nicht beantworten kann: die nach Positionierung. Wer plant für wen, mit wem, gegen wen? Welche Verantwortung trägt Planung angesichts ungleicher Kräfteverhältnisse? Das Panel plädiert für ein Reflektieren von Partei-Ergreifung anstelle vermeintlicher Objektivität und diskutiert Planung als politisches Handeln, das Konflikte sichtbar macht, zuspitzt und produktiv wendet. Dabei geht es nicht um Konsens um jeden Preis, sondern um das Aushalten von Widersprüchen und die Öffnung von Räumen für emanzipatorische Stadt­entwicklung.

Titel: Planung im Zeitalter generativer KI: Rollen, Rationalitäten und Verantwortlichkeiten (DE/EN)

Organisation:
Wiechmann, Thorsten (TU Dortmund)
Sondermann, Martin (ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft)

Beschreibung:
Generative KI, maschinelles Lernen und virtuelle Umgebungen eröffnen neue Möglichkeiten für Analyse, Simulation, Visualisierung und Beteiligung in der räumlichen Planung. Sie werfen Fragen auf, welche Wissens- und Entscheidungsformen entstehen und welche Aufgaben Menschen vorbehalten bleiben. Planung verändert sich durch Unsicherheit und Konflikte; Rollen und Verantwortung wandeln sich. Ansätze wie Symbiotic Plan­ning Theory adressieren die Kooperation Mensch–KI sowie Demokratie und Verantwortung kritisch. Mögliche Themenfelder dieses Tracks umfassen: Wandel planerischer Wissensformen und Rationalitäten im Kontext datengetriebener und KI gestützter Systeme; Formen der Zusammenarbeit zwischen Planer*innen und algorithmischen Systemen; Automatisierung, Entscheidungsunterstützung und die Grenzen algorithmischer Planung; Verantwortung, Urteilskraft und normative Abwägungen in der Planung; demokratische Aushandlung, Beteiligung und Legitimität unter Bedingungen digitaler Transformation; die Rolle von Simulation, generativen Modellen und virtuellen Umgebungen in Planungsprozessen; neue Rollenbilder und Kompetenzen von Planer*innen; institutionelle und organisatorische Veränderungen in Planungssystemen; Kontinuitäten und mögliche Paradigmenverschiebungen in der Planungs­theorie.

Titel: Planung von Energie- und Ressourcensystemen in der Transformation (DE)

Organisation:
Lauven, Lars-Peter (TU Dortmund)
Weith, Thomas (ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung)

Beschreibung:
Die Umsetzung von Energiewende und Kreislaufwirtschaft hat bereits deutliche räumlich-physische Veränderungen ausgelöst, die nun in konkrete Planungs- und Umsetzungsprozesse überführt werden müssen. Dazu zählen Daten- und Informationsmanagement, planerische Festlegungen sowie Fragen von Beteiligung und Akzeptanz. Neue Technologien wie Large Language Models und Machine Learning erweitern dabei die verfügbaren Methoden erheblich. Fortschritte bei Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz und erneuerbaren Energien können jedoch auch neue soziale und ökonomische Belastungen sowie unerwünschte räumliche Nebenwirkungen verursachen. Daher ist ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Werkzeugen notwendig. Der Track lädt Beiträge zur digital unterstützten Planung von Energiesystemen, Kreislaufwirtschaft sowie kommunalen Energie- und Wärmesystemen ein; weitere thematisch passende Arbeiten sind willkommen.

Titel: Gestaltung gesundheitsfördernder Räume (DE)

Organisation:
Köckler, Heike (Hochschule Bochum)
Conrad, Kerstin (ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung)
Rüdiger, Andrea (TU Dortmund)

Beschreibung:
Es gibt umfangreiche Er­kennt­nis­se zu Zusammenhängen von Raum und Gesundheit, die räumliche Strukturen sowie deren Entwicklung eine besondere Rolle zuschreiben. Daher setzt sich dieser Track mit der gesundheitsfördernden Gestaltung von Räumen in Stadt und Land auseinander, mit Fokus auf die Umsetzung von Strategien, Plänen und Maßnahmen unter Berücksichtigung verschiedener Rahmenbedingungen. Von besonderem Interesse sind transdisziplinäre Forschungsansätze, sektorübergreifende Zugänge sowie die Beteiligung von Öffentlichkeit und Stakeholdern. Digitale Anwendungen können die Umsetzung einer Gestaltung gesundheitsfördernder Räume fördern, indem sie Par­ti­zi­pa­ti­on digital ermöglichen, räumliche Entscheidungen mit digitalen Zwillingen unterstützen und/oder Planalternativen durch VR-Anwendungen erlebbar machen. 

Title: Data-based and AI-influenced spatial and urban plan­ning (EN)

Organisers:
Westerholt, René (TU Dortmund)
Novack, Tessio (ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung)

Description:
Digital data and computing technologies have become powerful tools in spatial and urban plan­ning and monitoring. Recent developments such as participatory apps, web platforms, advanced data processing systems, networked sensors, digital twins, and increasingly accessible computing environments including artificial intelligence open new opportunities for plan­ning. At the same time, they reshape spatial practices, for example in urban mobility and land use. However, the growing role of digital technologies also requires critical reflection. As they transform interactions between planners, decision-makers, and citizens, questions arise around inclusion, participation, privacy, place identity, and wellbeing. Digitalisation is further linked to contemporary crises: the COVID-19 pandemic normalised remote work and changed everyday spatial relations; spatial injustice is increasingly shaped by access to digital infrastructure and skills; and social polarisation unfolds largely online with direct spatial consequences. This track invites methodological, empirical, and theoretical contributions on the opportunities and challenges of digital technologies in spatial plan­ning and management.