Trauer um Prof. Dr. Dr. Walburga Rödding
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Frau Rödding kam 1974 als Professorin für das Fachgebiet „Systemtheorie und Systemtechnik in der Raumplanung“ an die damalige Universität Dortmund. Bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2007 prägte sie Forschung und Lehre auf vielfältige Weise. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit lag auf Interaktionsmodellen, insbesondere im makroökonomischen Kontext. In der Raumplanung gehörte sie zu den frühen Vordenkerinnen rechnergestützter Simulationen in Planungsprozessen sowie wissensbasierter Systeme zur Verbesserung der Planungsqualität und zur Leistungssteigerung von Verwaltung durch Softwarelösungen.
Für viele war sie Professorin oder Kollegin, sie war aber noch viel mehr: Wer mit ihr gearbeitet hat, erinnert sich wahrscheinlich zuerst an ihre bemerkenswerte Ruhe. Ganz gleich, wie hektisch der Arbeitsalltag wurde, wie viele Probleme gleichzeitig auftauchten oder wie groß das Chaos schien: Frau Prof. Rödding schien nie die Kontrolle zu verlieren. Während andere längst nervös wurden, blieb sie gelassen. Und oft reichte schon diese Gelassenheit, damit plötzlich wieder alles lösbar erschien.
Was sie aber besonders auszeichnete, war ihre Aufmerksamkeit für die Menschen um sie herum. Sie hatte immer ein offenes Ohr, sowohl für fachliche Fragen oder organisatorische Anliegen, als auch für die kleinen und großen Sorgen des Lebens.
Vielleicht lag es an ihrem Mitgefühl. Vielleicht an ihrer klugen, ruhigen Art. Vielleicht auch daran, dass ihre Ratschläge nie belehrend waren, sondern ehrlich und menschlich. Für viele von uns haben ihre Worte weit über den Berufsalltag hinausgewirkt. Manche persönliche Entscheidung wurde durch ihre Unterstützung leichter, klarer oder überhaupt erst möglich.
Es gibt Menschen, die vor allem Lebensläufe hinterlassen. Und es gibt Menschen, die Spuren in anderen Menschen hinterlassen. Frau Rödding gehörte zu Letzteren.
Die TU Dortmund verliert mit ihr eine hochangesehene Kollegin. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.












