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Termine

Städtebauliches Kolloquium - Gemischte Quartiere

Raumplanung
Event
04.06.2019

Place
TU Dortmund

Beschreibung

STÄDTEBAULICHES KOLLOQUIUM SOMMER 2019

MISCHUNG UND MAßSTAB

Die „gemischte Stadt“ – das ist ein Grundkonsens, auf den sich gegenwärtig Architekten und Stadtplaner aller Couleur einigen können. Die „Kreuzberger Mischung“, in den 1970er Jahren im Vorfeld der Berliner IBA als Kampfbegriff geprägt, ist längst zu einem allgemein anerkannten Vorbild avanciert. Mischen sollen sich einerseits Funktionen, wenn – in Abkehr vom modernistischen Leitbild der funktionsgetrennten Stadt – im selben Quartier gewohnt und gearbeitet werden kann. Man geht außerdem im Allgemeinen davon aus, dass Urbanität nicht nur durch Funktionsmischung, sondern auch durch die Mischung von Menschen verschiedener sozialer Schichten, Herkunft etc. entsteht. Nikolai Roskamm spricht sogar von einem „stadtsoziologischen Mischungsparadigma“.

Gleichgültig was gemischt werden soll: wenn wir die physikalische Metapher ernst nehmen wollen, erzeugt das Mischen immer ein gewisses Maß an Unordnung. Das ist insofern bemerkenswert, als Planen ja üblicherweise darauf zielt, eine gewisse Ordnung ins Chaos zu bringen. Und dennoch – physikalische Mischungsmetaphern finden sich allenthalben in der städtebaulichen Debatte: wir sprechen über urbane Konglomerate und ihre Körnung, über städtische Schmelztiegel, poröse Stadträume und diffundierende Ränder.

Der erwünschten Unordnung, wie man sie bewerten soll und wie man sie herstellen kann – diesen Fragen möchten wir in diesem Semester nachgehen. Das räumliche Mischen von Funktionen und Menschen soll auf verschiedenen Maßstabsebenen untersucht werden: Vom einzelnen Bauwerk über die Quartiersebene bis hin zur Gesamtstadt.

Weitere Informationen finden Sie hier.